Wie lernen Kinder und Jugendliche am besten Sprachen?

Ganzheitliches Lernen

 
Kinder und Jugendliche lernen ganzheitlich, das heißt, sie sind in der Lage, ganze Sätze aus dem Kontext heraus zu verstehen, ohne sie in Einzelteile zu zerlegen und zu hinterfragen. Sie brauchen daher nicht unbedingt Übersetzungen für jedes einzelne Wort oder gar Erklärungen für Konstruktionen.
 
 

Motivierte Zweisprachigkeit

 
Kinder denken unglaublich logisch. Die Fremdsprache muss daher immer motiviert sein, das heißt, es dürfen z. B. nicht deutsche Kinder miteinander Englisch sprechen. Auch Erwachsene würde das verwirren. Ob „Abenteuer-Rallye“ der Kindergartenbande oder „Heart of Glass - Herz aus Glas“ der Girls in Love–Lektüren, bei allen zweisprachigen Titeln wurden englische Dialoge in einen deutschsprachigen Text eingebunden. Dabei ist es enorm wichtig, dass der Englisch sprechende Charakter tatsächlich nur diese Sprache spricht oder sich in einer Situation befindet, wo er es tun muss.
 
 

Das Hören

 
Kinder lernen heute in der Schule teilweise schon Englisch, wenn die Alphabetisierungsphase in der Muttersprache noch nicht wirklich abgeschlossen ist. Bei Produkten für Kinder zwischen 7 und 10 Jahren ist daher ganz besonders darauf zu achten, dass sie, wenn irgend möglich, von Hörmaterial begleitet werden, um die Alphabetisierung in der Muttersprache nicht zu gefährden. Hörbücher eignen sich auch ganz besonders für Kinder im Grundschulalter: Sie lesen oft noch nicht so flüssig, und Lesen in der Fremdsprache wird auch nicht in allen Bundesländern geübt.
 
 

Die Motivation des Kindes

 
Lernen muss, wenn es zu dauerhaftem Erfolg führen will, intrinsisch motiviert sein. Das klingt kompliziert, heißt aber einfach, dass das Kind einen eigenen Willen zeigen muss, sich mit dem Lerngegenstand zu beschäftigen. Anders ausgedrückt, das Lernen muss mit Spiel, Spaß und/oder Spannung verbunden sein, ganz besonders, wenn Kinder neben der Schule mit einer Fremdsprache in Kontakt kommen sollen. Dazu gehören nicht nur spannende Storys und Charaktere, mit denen sich Kinder und Jugendliche identifizieren können, sondern auch schnelle Erfolgserlebnisse in der neuen Sprache oder gemeinsames beschäftigen mit Mitmachbüchern.
 
 

Welcher Lerntyp wird angesprochen?

 
In der Fachliteratur wird zwischen bis zu neun verschiedenen Lerntypen unterschieden. Es gibt Kinder, die eher ganzheitlich lernen, andere eher analytisch, daneben gibt es auditive oder auch visuelle Lerner, Lernende über Tasten bzw. Hantieren und so weiter. Idealerweise spricht das Lernmedium mehrere dieser Lernkanäle gleichzeitig an. Durch deren Kombination ist der Lernerfolg am größten. Vor allem digitale und interaktive Medien üben auf Kinder und Jugendliche einen gewissen Reiz aus – seien es Apps, eBooks oder Ting-vertonte Buchausgaben. Durch die aktive Auseinandersetzung können Kinder ihre eigenen Erfahrungen einsetzen und erweitern. Auch steht nicht das Lernen im Vordergrund, es geschieht eher nebenbei. Auf diese Weise werden auch Kinder, die im schulischen Bereich Motivationsprobleme an den Tag legen, inspiriert.
 
 

Die zweisprachige Erziehung

 
Bei zweisprachig aufwachsenden Kindern gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Es sollte zum Beispiel so sein, dass die Sprache an Bezugspersonen gebunden ist, z.B. Mutter deutsch, Vater englisch. Wenn die Großeltern noch eine andere Sprache sprechen, lernt das Kind spielend eine dritte Sprache kennen und merkt es nicht einmal. Wichtig ist, dass die Bezugspersonen vor dem Kind nicht in der Sprache wechseln. Dann gäbe es echte Verwirrung. Nach einigen Jahren verliert sich das und das Kind kann die Sprachen deutlich unterscheiden.
 

 

Erfahren Sie mehr über das Thema Kids und Teens

Unsere zweisprachigen Lektüren
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